Carolyn Sampson (* 18. Mai 1974 in Bedford) ist eine englische Sängerin, die sich auf historische Aufführungspraxis spezialisiert hat. Ihre Stimmlage ist der Sopran. Sie tritt gleichermaßen auf Opern- und Konzertbühnen auf. Viele Rollen gestaltete sie an der English National Opera (ENO) in London.
Sampson studierte Musik an der Birmingham University. Während ihrer Studienzeit sang sie im
Birmingham Ex Cathedra Choir und gewann den
Arnold Goldsborough Prize für herausragende Interpretation von Barockmusik. Ihre professionelle Karriere begann Sampson als Mitglied kleiner Vokalensembles. Im Jahr 2000 debütierte die Sopranistin als
Amore in L'incoronazione di Poppea von
Monteverdi an der Oper. Ebenfalls in der Londoner ENO war sie 2002 in
Purcells The Fairy-Queen und 2004 in
Händels Semele zu hören. In den Opernhäusern von Lille, Caen and Bordeaux trat Sampson 2004 in Monteverdis L’Orfeo, Händels
Tamerlano und Purcells
Dido und Aeneas auf. 2006 sang sie in Montpellier die Susanna in Mozarts Le nozze di Figaro und die Adina in Der Liebestrank von Gaetano Donizetti.
Auf der Konzertbühne gehören Partien großer geistlicher Vokalwerke zu Sampsons Repertoire. So wirkte sie zum Beispiel mit dem English Concert unter Trevor Pinnock in der
Matthäus-Passion und mit den London Mozart-Players in der
Schöpfung mit. Im Januar 2010 trat sie unter
Riccardo Chailly im Leipziger Gewandhaus bei einer Aufführung des
Weihnachts-Oratoriums auf. Weitere Auftritte in Deutschland hatte Sampson bereits mit der
NDR Radiophilharmonie in Hannover, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und im Dezember 2009 mit dem
Freiburger Barockorchester.
Sampson beschränkt sich jedoch nicht nur auf Barockmusik. Zu ihrem Repertoire gehören auch Werke von Brahms, Britten, Beethoven, Mendelssohn, Schubert and Stravinsky.
Im Fachmagazin für klassische Musik,
Gramophone, wurde bereits 2004 über Carolyn Sampson geschrieben, sie sei
"now the best British early music soprano by quite some distance."